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 Aktuelles aus dem Kreis der WJB


Aus dem Kreis

Durchblick am Kapitalmarkt

Berlin, den 26. Mai

Die Wirtschaftsjunioren waren zu Gast beim renommierten Bankhaus Löbbecke. Das Bankhaus wurde 1761 von den Gebrüdern Löbbecke mit Stammsitz in Braunschweig gegründet und hat heute seinen Hauptsitz im als traditionellen Berliner Bankenviertel bezeichneten Stadtquartier von Berlin in der Behrenstraße 36, direkt am Bebelplatz. Die Frage des Abends: Internationale Finanz- und Wirtschaftskrise „Überstanden oder nur Atempause?"

Dr. Geilfuß, Leiter Kapitalmarkt und Chefvolkswirt von Löbbecke referierte zu den aktuellen Trends an den Kapitalmärkten. Sein Fazit in Kürze: Die Krise ist noch nicht vorbei, die Inflation bleibt zunächst weiter aus, Deflationsgefahren werden geringer, Produktion und Wachstum erholen sich langsam, aber mit Rückschlägen ist zu rechnen. Renditen und Zinsen bleiben weiter bescheiden. Kreditausfälle, Arbeitslosigkeit und Insolvenzen werden sich mit unterschiedlicher Ausprägung in den einzelnen Branchen und Ländern auswirken. Die Immobilienkrise verlagert sich vom privaten in den gewerblichen Sektor. Eigenkapital, Cash Flow und Liquidität sind jetzt Trumpf.

Im weiteren Verlauf des Abends hatten die Teilnehmer die Chance das rekonstruierte historische Gebäude auch im Allerheiligen inneren zu besichtigen. Bei einem Wein mit kleiner Stärkung und guten Gesprächen fand der gelungene Abend einen guten Abschluss.

Wir danken Björn Hallex und dem Bankhaus Löbbecke für ihr Engagement und den informativen Abend.

 


International unterwegs

London, 29. Januarr 2010

Die Wirtschaftsjunioren Berlin pflegen seit vielen Jahren auch internationale Partnerschaften in Form von Twinnings, eines der beständigsten dieser Art verbindet  uns mit JCI London - von Hauptstadt zu Hauptstadt.



Die Berliner Junioren waren eingeladen am "Annual Dinner 2010", dem Start von JCI London in das neue Jahr, teilzunehmen. Das Besondere daran in diesem Jahr war die Location, bei der es sich um keine geringere als das "House of Lords" im "House of Parliament" handelte. Am Abend des 29. Januar verabschiedete sich der letztjährige Präsident und begrüßte die aktuelle Präsidentin 2010, Solveig Malvik.

Und sehr zur Freude aller Jaycess gab sich auch der World President of JCI, Roland Kwemain, die Ehre. In einer emotionalen Rede fordete er die Anwesenden dazu auf, sich weiter für das Netzwerk und gesellschaftliches Engagement in der Welt einzusetzen. Wertevermittlung ist mehr denn je gefragt.

Im Verlauf des Wochenendes gab es dann noch Gruppentreffen zu einzelnen Projekten im Bereich Entrepreneurship und Education. Außerdem gab es einen Einblick in das schöne London, unter anderem mit dem Besuch von Greenwich mit seinem Nullmeridians und der Greenwich Mean Time.


Schön war's gewesen... in good old London



 

Aus dem Kreis

Ehrbares Unternehmertum

Berlin, 16. Februar
Was macht einen "Ehrbaren Kaufmann" aus? Lassen sich Wirtschaft und Ethik vereinbaren? Zu diesen Fragen diskutierten die Junioren des VBKI und die WJB bei ihrer ersten gemeinsamen Veranstaltung im Goldberger Saal des Ludwig-Erhard-Haus.   

Zu Gast war Prof. Dr. Schwalbach, Leiter des Instituts für Management an der Humboldt-Universität, der mit seinem Vortrag zu "Ehrbarem Unternehmertum" den Impuls für diesen Diskussions- und Networking-Abend gab.


"Verantwortungsbewusstsein für Mitarbeiter und Kunden" und "Verlässlichkeit" sind nach Auffassung von Prof. Dr. Schwalbach die zentralen Eigenschaften des "Ehrbaren Kaufmann". Mit Blick auf die Fehlentwicklungen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise, die auf das individuelle Fehlverhalten in großen, Manager-geführten Unternehmen und deren monetäre Anreizsysteme zurückzuführen seien, plädierte er für eine (Rück-)Besinnung auf unternehmerische Tugenden und forderte eine Verbreitung von Wirtschaftswissen auf allen gesellschaftlichen Ebenen.

Den Junioren gab er mit auf den Weg, als Vorreiter und Vorbilder zu fungieren und entsprechende Aufklärungsarbeit, z.B. in Schulen und Universitäten, zu leisten.

Nach einer angeregten Diskussion gab es die Gelegenheit zum Netzwerken und die Anküdigung, dass es in Zukunft weitere gemeinsame Veranstaltungen der VBKI-Junioren und WJB geben soll. Man darf also gespannt sein.


Mehr zum Thema: www.der-ehrbare-kaufmann.de

 




 

Aus dem Kreis

Dialog mit Dr. Ulrich Nußbaum

Berlin, 14. April

Die Berliner Wrtschaftsjunioren  in der PanAm Lounge im Dialog mit Finanzsenator Dr. Urich Nußbaum. Der Unternehmer, der 2003 in Bremen in die Politik ging, war der Einladung der Wirtschaftsjunioren gefolgt, um über Fragen zu unternehmerischem Handeln in der Politik zu diskutieren: Benötigt die Politik mehr engagierte Unternehmer in ihren Reihen? Unternehmerisch sein in der Politik - geht das überhaupt? Wie versteht der parteilose Unternehmer Nußbaum seinen politischen Job?

Nach Vorstellung seiner unternehmerischen und politischen Stationen, stellte sich der Finanzsenator den Fragen von Moderator Marcus Manz und des Publikums.

Auf die Frage, wie er in die Politik gekommen sei, sagte Nußbaum, er sei von der Frage getrieben worden, was die Politik mit dem Geld der Unternehmer mache. Bei seinem Gang in die Politik habe für ihn aber insbesondere die Verantwortung für das Gemeinwohl eine entscheidende Rolle gespielt. Dies spiegelt den Anspruch von ehrbarem Unternehmertum wider, welches auch die erste der fünf Erfolgspositionen der Wirtschaftsjunioren in Deutschland auf der Basis ihrer Zukunftsstudie 2020 ist.

Voraussetzung auf dem Weg in die Politik ist für einen Unternehmer laut Nußbaum nicht nur Weitsicht und Geduld, sondern auch "sich auf die Spielregeln der Politik einzulassen".

Die Maxime und gleichzeitig Herausforderung unternehmerischen Handelns in der Politik sei, so Nußbaum, das Maximum aus dem anvertrauten, begrenzten Budget herauszuholen und auch mit begrenzten Mitteln Dinge zu gestalten. Vor allem dürfe die Finanzkrise nicht Rechtfertigung für jedwede Handlung und Entwicklung sein. Die Krise müsse vielmehr als Chance begriffen werden. Dabei seien auf dem Konsolidierungskurs aus unternehmerischer Sicht strukturelle Einsparungen notwenig anstatt das Tafelsilber zu veräußern.

Die Botschaft lautet: Unternehmerisches Denken hat positiven Einfluss auf die Politik und Verwaltung, denn es fördert den effizienten Umgang mit Finanzmitteln. Politik müsse durch (äußeren) Druck zu Veränderungen gezwungen werden. Insofern sei jeder aufgerufen, die demokratischen Instrumente zur Gestaltung zu nutzen.

Es sei eine Frage davon, mit gesundem (Lokal-)Patriotismus Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen: "Nicht meckern, sondern engagieren", ganz im Sinne des Ansatzes der Wirtschaftsjunioren.


Zum Abschluss eines angeregten Abends rief Senator Nußbaum nicht nur Unternehmer, sondern alle Bürger auf, Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl (politisch) zu engagieren.

Bereits für den Herbst wurde das nächste Treffen vereinbart, dann zum Thema Finanzen v.s. Bildung.




 

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